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Kultureller Dialog

Die allgemeine Vorstellung von Afrika fällt häufig negativ aus. Dieses Bild ist stark durch die Berichterstattung in den Medien geprägt, die sich oft auf die »sensationswerten« Negativrekorde konzentriert. Ich möchte u.a. auch versuchen, z.B. in meinen Monatsberichten die Situation etwas differenzierter darzustellen und so zu einem besserer Verständnis der afrikanischen Kultur beizutragen. Mein Dienst kann vielleicht einen kleinen Teil dazu beitragen, dass das Verständnis zwischen westeuropäischer und afrikanischer Kultur beiderseitig wächst.

Hilfe bei schulischer Bildung

Ein weiterer Grund für mich, den ADiA zu machen ist, dass ich glaube, in meinem Projekt eine sinnvolle Arbeit leisten zu können. Für weitere Informationen dazu sehen Sie sich einfach die Beschreibungen von Land und Region sowie vom Projekt an.

Wenn ich im Nachhinein betrachtet sagen kann, dass durch meinen Einsatz andere Menschen deutlich profitiert haben, so kann ich diesen als sinnvoll bezeichnen. Ich habe den Eindruck, dass der ADiA häufig sinnvoller ist als ein Zivildienst, da man den Menschen effektiver hilft. Das gilt selbstverständlich nicht pauschal für alle Zivildienststellen, aber mein Eindruck ist schon, dass im Gegensatz zum Zivildienst der ADiA mit mehr Verantwortung und einer größeren Herausforderung verbunden ist.

Kulturelle Erfahrung

Stellen Sie sich vor, Sie müssten jeden Morgen, bevor Sie sich waschen können, das Wasser dazu aus dem Dorfbrunnen holen. Was denkt man bei dieser Vorstellung? Es ist anstrengend. Und es kostet Zeit.

Man könnte jetzt fragen: wofür könnte ich sonst diese Zeit nutzen? Oder: was würde ich wohl in Afrika am meisten vermissen? Ein Beispiel könnte die fehlende Möglichkeit sein, sich entsprechend der Interessen und Fähigkeiten zu bilden. Aber es gibt auch Beispiele, die sich kontroverser diskutieren lassen. Z.B. eine schnelle, Zeit sparende Autofahrt mit leichtgängiger, Kraft sparender Servolenkung zum Fitnesstudio um dort dann eine Stunde lang schwergängige, Kraft fordernde Geräte zu bewegen.

Die Frage, wie man seine Zeit am besten nutzt, ist nur ein beispielhafte, dennoch aber sehr gewichtige, Frage. Mein Jahr in Ghana wird mir nicht die Antwort auf diese Frage geben. Vielleicht wird es mich aber ein Stück weiterbringen und der Vergleich der afrikanischen Kultur mit der westeuropäischen mir helfen zu entscheiden, was mir von den Gebräuchen und Werten des Landes wichtig ist und was ich anders machen möchte.



kordt.net/ghana